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Die MGOBB gibt dem Nachwuchs eine Bühne
Fünf Minuten für die Wissenschaft: Das Junge Forum für Wissenschaft feiert Premiere an der MUL – CT
Wissenschaft hat in Cottbus Tradition – und braucht zugleich immer wieder neue Impulse. Am 21. Oktober 2026 hat die Medizinische Gesellschaft Ostbrandenburg e. V. (MGOBB) mit dem ersten „Jungen Forum für Wissenschaft“ an der MUL – CT ein neues Format ins Leben gerufen. Im Hörsaal von Haus 33 präsentierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in kurzen Pitches ihre aktuellen Forschungsprojekte, kamen mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch und machten sichtbar, welche Ideen die Medizin und die Gesundheitsversorgung von morgen prägen könnten. Fünf Minuten, eine Idee, eine Bühne Unter diesem Leitgedanken stand der wissenschaftliche Wettbewerb, bei dem aktuelle Promotionsvorhaben und innovative Forschungsprojekte in kurzen, prägnanten Präsentationen vorgestellt wurden. Im Mittelpunkt standen abgeschlossene Promotionsprojekte sowie begonnene Promotionsvorhaben aus Medizin, Pflege, Therapie und Gesundheitswissenschaften. Ziel war es, Forschung verständlich und anschaulich zu vermitteln, neue Perspektiven aufzuzeigen und den Austausch über Fach- und Berufsgrenzen hinweg zu fördern. Auszeichnung für innovative Forschung Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die erstmalige Vergabe des Josef-Horntrich-Preises und des MGOBB-Jurypreises. Mit dem Josef-Horntrich-Preis, dotiert mit 500 Euro, wurde Anna Schiller für ihre Arbeit: Dem Morbus Crohn auf der Spur ausgezeichnet. Der mit 200 Euro dotierte MGOBB-Jurypreis ging an Valeria Arsenova für die Arbeit mit dem Thema: Inzidenz, Schweregrad und Therapie gastrointestinaler Läsionen durch Anwendung von transösophagealer Echokardiographie (TEE) bei kathetergestützten Herzklappeneingriffen. Die Auszeichnungen würdigen nicht nur die wissenschaftliche Arbeit der Teilnehmenden, sondern unterstreichen auch den Stellenwert innovativer Forschung und interprofessioneller Zusammenarbeit. Denn viele Fragestellungen im Gesundheitswesen lassen sich nur gemeinsam beantworten – durch den Austausch unterschiedlicher Fachrichtungen und Gesundheitsberufe. Eine Idee mit langer Geschichte Was dabei nach einem neuen Format klingt, hat eigentlich ziemlich alte Wurzeln: Denn die Medizinische Gesellschaft Ostbrandenburg e. V. (MGOBB) bringt medizinisches Wissen und die Menschen dahinter schon seit Jahrzehnten zusammen. Die Geschichte reicht zurück bis in die unmittelbare Nachkriegszeit – bereits 1947 fand in Cottbus die erste wissenschaftliche medizinische Tagung statt, organisiert vom niedergelassenen Arzt Dr. Sasse und genehmigt durch den sowjetischen Stadtkommandanten. Hauptredner war damals kein Geringerer als Professor Dr. Theodor Brugsch von der Berliner Charité. Über die Jahrzehnte änderte die Gesellschaft mehrfach ihren Namen, ihr organisatorisches Umfeld und natürlich auch die Medizin selbst. Geblieben ist aber die Idee dahinter: Wissen soll nicht in einzelnen Fachgebieten oder Einrichtungen bleiben, sondern zusammengebracht, diskutiert und in die Praxis getragen werden. Schon früh entstand die Tradition regelmäßiger wissenschaftlicher Veranstaltungen in Cottbus und Frankfurt (Oder). Heute zählt die MGOBB rund 270 Ärztinnen und Ärzte zu ihren Mitgliedern. Nach Dr. G. Haring und PD Dr. R. Kube steht seit 2022 Dr. med. A. Herwig an der Spitze der Gesellschaft. Zu ihren Zielen gehören bis heute die Förderung medizinischer Wissenschaft, fachübergreifende Information, interdisziplinäre Zusammenarbeit und vor allem die schnelle Überführung neuer Forschungsergebnisse in die medizinische Praxis. Auch die Förderung junger Ärztinnen und Ärzte gehört ausdrücklich zum Selbstverständnis der Gesellschaft. „Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist für uns als Medizinische Gesellschaft ein wichtiges Anliegen, denn innovative Forschung lebt davon, dass junge Menschen ihre Ideen entwickeln, kritisch diskutieren und mit anderen Fachrichtungen und Berufsgruppen in den Austausch bringen können. Mit dem Jungen Forum für Wissenschaft möchten wir ihnen die Möglichkeit geben, ihre Arbeit sichtbar zu machen, neue Impulse für ihre Projekte mitzunehmen und frühzeitig Kontakte zu knüpfen, aus denen langfristige Kooperationen entstehen können. Gerade an einer jungen Universität wie der MUL – CT bietet sich die Chance, eine lebendige, interprofessionelle Forschungskultur mitzugestalten und wissenschaftliche Erkenntnisse gemeinsam in die medizinische Praxis zu überführen“, erklärt Dr. med. Antje Herwig, 1. Vorsitzende der MGOBB und Leitende Oberärztin der Neurologischen Klinik an der MUL – CT. Damit schlägt das Junge Forum für Wissenschaft eine Brücke zwischen der langjährigen Tradition der MGOBB und der Zukunft der medizinischen Forschung an der MUL – CT – und schafft einen Raum, in dem aus ersten Ideen neue Perspektiven, fachübergreifende Kooperationen und Impulse für die Gesundheitsversorgung von morgen entstehen können.
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Integriert, interprofessionell, präventiv – Regionale Versorgung als Resilienzstrategie
Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel spricht auf dem Kassengipfel 2026 am 13. Oktober in Berlin
Integriert, interprofessionell, präventiv – Regionale Versorgung als Resilienzstrategie; Panel: Qualität, Prävention und Zukunftsfähigkeit der Versorgung „Die Zukunft der Gesundheitsversorgung liegt in regionalen Versorgungsmodellen, die den jeweiligen Bedarf und die vorhandenen Angebote berücksichtigen. Dafür brauchen wir sektorenübergreifende, interprofessionelle und weitgehend digitalisierte Prozesse. Die Finanzströme müssen sich an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientieren, und Rationalisierungspotenziale müssen in allen Bereichen konsequent genutzt werden. Die Sozialgesetzgebung muss Gestaltungsspielräume ermöglichen, statt sie einzuschränken. Dabei müssen gesamtgesellschaftliche Zielsetzungen Vorrang vor den spezifischen Bedürfnissen einzelner Berufs- und Interessengruppen haben.“ so Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel. Hier geht es zum kompletten Kongressprogramm  .
Sven Effert Posterpreis 2026 Platz1Artikel aufrufen
Studie der Cottbuser Herzmedizin ausgezeichnet
Herzkatheter ohne zusätzlichen Ultraschall: MUL – CT erhält DGK-Preis und präsentiert Forschung in San Diego
Die Arbeitsgruppe Interventionelle Kardiologie der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) um Prof. Dr. med. Wolfgang Bocksch wurde für ihre Forschung zum Verschluss eines offenen Foramen ovale (PFO) ausgezeichnet. Oberärztin Dr. Jelena Zickwolf erhielt dafür bei den DGK Herztagen 2026 in Hamburg den Sven-Effert-Posterpreis. Die vollständig am MUL – CT durchgeführte Studie untersucht, ob der Eingriff auch ohne zusätzlichen Ultraschall über die Speiseröhre sicher und effektiv möglich ist. Am 3. November 2026 wird Dr. Zickwolf die Ergebnisse beim internationalen TCT-Kongress in San Diego (USA) vorstellen. Bei manchen Menschen besteht eine kleine Öffnung in der Wand zwischen den beiden Herzvorhöfen, die nach der Geburt nicht vollständig verschlossen ist. Diese Verbindung wird als „persistierendes Foramen ovale“ (PFO) bezeichnet. Dies ist eine der Ursachen für einen Schlaganfall. Das PFO lässt sich mit einem dünnen Katheter und einem kleinen Verschlussimplantat behandeln. Dabei wird in dem meisten Kliniken zeitgleich eine Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre eingesetzt. Sie hilft, den Eingriff zu kontrollieren, erfordert jedoch eine zusätzliche Kurznarkose und weiteren personellen Aufwand. Für die Studie wertete das Cottbuser Team die Daten von 180 Patient aus. Verglichen wurden zwei Verfahren: der PFO-Verschluss des kleinen Lochs zwischen den Herzvorhöfen mit zusätzlicher Ultraschallkontrolle über die Speiseröhre (2005-2021) und der Verschluss allein mithilfe von Röntgen- und Kontrastbildgebung (2021-2026). Das Ergebnis: Beide Methoden funktionierten ähnlich gut. Der Eingriff war in 98 Prozent der Fälle mit Ultraschall und in 99 Prozent der Fälle ohne Ultraschall erfolgreich. Auch beim längerfristigen Behandlungsergebnis zeigten sich vergleichbare Werte: Der festgelegte kombinierte Studienendpunkt (kompletter Verschluss des Defektes nach 6 Monaten) wurde bei 92,8 Prozent mit und bei 95,0 Prozent ohne zusätzliche Ultraschalluntersuchung erreicht. Ein deutlicher Unterschied zeigte sich bei der Eingriffsdauer: Mit Ultraschall dauerte der Eingriff im Mittel 43,5 Minuten, ohne Ultraschall nur 26 Minuten. Hingegen waren die Strahlenbelastung für den Patienten und die benötigte Kontrastmittelmenge in der Gruppe mit zusätzlichem Ultraschall geringer: Das sogenannte Dosisflächenprodukt lag bei 746 statt 1.354 cGy·cm², die Kontrastmittelmenge bei nur 20 statt 100 Millilitern. Die Ergebnisse der Studie werden auch international Beachtung finden: Am 3. November 2026 wird Oberärztin Dr. Jelena Zickwolf die Daten beim Kongress Transcatheter Cardiovascular Therapeutics (TCT) in San Diego (USA) vorstellen. Der TCT zählt zu den weltweit führenden Kongressen für interventionelle Herz-Kreislauf-Medizin. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich der Verschluss eines offenen Foramen ovale auch ohne routinemäßige Ultraschallkontrolle über die Speiseröhre mit vergleichbar guten Ergebnissen durchführen lässt. Dadurch kann der Eingriff deutlich schneller und weniger belastend für den Patienten ohne Kurznarkose durchgeführt werden. Gleichzeitig müssen Faktoren wie Strahlenbelastung und Kontrastmittelbedarf berücksichtigt werden. Entscheidend ist deshalb, für jede Patientin und jeden Patienten das geeignete Verfahren individuell abzuwägen“, sagt Prof. Dr. med. Wolfgang Bocksch, Chefarzt der Interventionellen Kardiologie und Angiologie an der MUL – CT. „Diese Auszeichnung ist ein herausragender Erfolg für die MUL – CT und ein starkes Signal weit über die Grenzen der Lausitz und sogar des Landes hinaus. Dass eine vollständig an unserem Standort durchgeführte klinische Studie nicht nur mit einem renommierten Preis der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie ausgezeichnet wird, sondern ihre Ergebnisse nun auch beim international bedeutenden TCT-Kongress in San Diego präsentiert werden, zeigt eindrucksvoll, dass wissenschaftliche Spitzenleistungen auch hier in Cottbus entstehen und international Beachtung finden. Mein besonderer Glückwunsch gilt Dr. Jelena Zickwolf und der gesamten Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Wolfgang Bocksch. Ihr Erfolg steht beispielhaft für unseren Anspruch, medizinische Forschung auf hohem Niveau zu exzellenter Versorgung führt, denn neue Erkenntnisse wie diese sind ganz konkret Erfolge für die unmittelbare Versorgung der Menschen in der Lausitz und darüber hinaus“, sagt Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, Vorstandsvorsitzender der MUL – CT.
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Ausbildung an der MUL – CT zahlt sich aus
IHK ehrt beste Kauffrau im Gesundheitswesen
Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem freut sich über eine besondere Auszeichnung: Vanessa Nagebor, ehemalige Auszubildende zur Kauffrau im Gesundheitswesen, gehört zu den Jahrgangsbesten 2025/2026 im Kammerbezirk der Industrie- und Handelskammer Cottbus. Bei der Bestenehrung im Gladhouse zeichnete die IHK Cottbus sie für ihre herausragenden Leistungen aus. Insgesamt ehrte die IHK 22 Nachwuchsfachkräfte aus Südbrandenburg, die sich unter 1.350 Prüflingen in ihren jeweiligen Ausbildungsberufen durchgesetzt hatten. Ausbilderin Annabel Klaue gratulierte Vanessa Nagebor im Namen der gesamten Medizinischen Universität Lausitz herzlich zu ihrem Erfolg: „Die Auszeichnung würdigt Vanessas herausragende Leistungen und unterstreicht zugleich die hohe Ausbildungsqualität an unserem Haus.“ Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung wurde Vanessa Nagebor von der MUL – CT übernommen und verstärkt nun das Team des Zentralen Einkaufs.
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Interprofessionelles Team der MUL – CT operiert in Tansania
Komplexe Neurochirurgie, Kinderchirurgie und erstmals Intensivpflege im Team
Von Cottbus nach Mwanza: Das neurochirurgische Team der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) war erneut in Tansania und setzte seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Bugando Medical Centre (BMC) fort. Diesmal reiste Prof. Dr. med. Ehab Shiban mit einem interprofessionellen Team aus Cottbus nach Ostafrika – erstmals begleitet von Fachpersonen der Intensivpflege. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort führte das Team komplexe neurochirurgische Eingriffe durch, darunter die Behandlung von Hirntumoren und kinder-neurochirurgische Operationen. Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Ehab Shiban, Klinikdirektor der Neurochirurgie an der MUL – CT, lag der Schwerpunkt diesmal auf der operativen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit komplexen Hirntumoren, darunter große und anspruchsvoll gelegene Tumoren. Zudem wurden Eingriffe der endoskopischen Schädelbasischirurgie über einen transnasalen Zugang sowie komplexe kinder-neurochirurgische Operationen durchgeführt. Bei den Eingriffen kommt unter anderem das intraoperative Neuromonitoring zum Einsatz. Dabei werden wichtige neurologische Funktionen während der Operation kontinuierlich überwacht. Neu war in diesem Jahr war die Begleitung durch zwei Kolleginnen, Pflegefachpersonen aus der Intensivpflege. Gerade nach komplexen neurochirurgischen Eingriffen ist eine qualifizierte und engmaschige Überwachung auf der Intensivstation von großer Bedeutung. Die beiden Pflegefachpersonen brachten ihre Expertise in der intensivmedizinischen Betreuung ein und unterstützten Weiterentwicklung der postoperativen Versorgung. „Wir wollten an die bereits erfolgreich durchgeführten medizinischen Missionen der vergangenen Jahre anknüpfen und die neurochirurgische Versorgung in Mwanza gemeinsam weiterentwickeln“, sagt Prof. Dr. med. Ehab Shiban. „Dabei ging es nicht nur um die Operation selbst, sondern um die gesamte Behandlungskette – von komplexer Chirurgie über intraoperatives Monitoring bis hin zur sicheren postoperativen Versorgung. Besonders wertvoll war der persönliche und fachliche Austausch mit unseren Kolleginnen und Kollegen vor Ort.“ Der Einsatz ist Teil einer langjährigen Verbindung zwischen der MUL – CT und dem Bugando Medical Centre. Mit jedem Mal wächst dabei die gemeinsame Erfahrung im OP und vor allen Dingen die Kompetenz vor Ort. Besonders in der Kinderneurochirurgie schafft der kontinuierliche Austausch die Grundlage dafür, dass Wissen und Erfahrung langfristig weiterwirken. „Eine erfolgreiche Operation endet nicht mit dem letzten Nahtstich“, betont Andrea Stewig Nitschke, Vorstand Pflege an der MUL – CT. „Gerade bei komplexen neurochirurgischen Eingriffen ist die postoperative Phase entscheidend. Deshalb ist es für uns ein wichtiger und zugleich folgerichtiger Schritt, diesmal auch die besondere Expertise unserer Intensivpflege in die interprofessionelle Zusammenarbeit einzubringen.“ „Die MUL – CT hat sich zum Ziel gesetzt, die Versorgung für die Menschen in der Lausitz neu zu denken, umzusetzen und verlässlich in die Zukunft zu führen. Nach nur zwei Jahren Universität sind wir schon große Schritte vorangekommen – von neuen konkreten Gesundheitsangeboten für die Bürgerinnen und Bürger bis zu Digitalisierungsprozessen, die schon heute spürbar positive Effekte entfachen, z. B. die Plattform für das Entlassmanagement. Den Menschen mehr gesunde Jahre zu ermöglichen ist das Ziel, an dem alle an der Versorgung Beteiligten täglich konzentriert arbeiten“, so der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel und fährt fort: „Den Fokus auf die Entwicklungen in der Lausitz zu legen ist unser Auftrag – deshalb sind gleichzeitig aber Klinkpartnerschaften und Kooperationen von internationalem Rang nicht weniger bedeutsam. Das Engagement unserer Ärztinnen und Ärzte ist beeindruckend und es ist schön zu sehen, welche positiven Entwicklungen der konkrete Austausch und das Teilen von Medizin- und Pflegewissen entfacht. Die Klinikpartnerschaft mit dem BMC ist neben weiteren internationalen Klinikpartnerschaften Auftrag, Verantwortung und unbedingte Bereicherung für alle Beteiligten.“ Ein besonderer Dank gilt den Unternehmen DORO, ADIOR und inomed, die den Einsatz mit technischer Ausstattung und Expertise unterstützten. Dazu zählen Kopfhalterungssysteme, chirurgische Fräsen und Verfahren zur Überwachung wichtiger Nervenfunktionen während der Operation.
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Ein Kreis schließt sich: Von der Idee zum Studienstart
Wegbereiter der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem besuchen den Campus und die neuen Räumlichkeiten für Studium und Lehre
Erst die große Bühne, dann der Blick auf den zukünftigen Studienalltag: Am 11. Oktober wurden die ersten 38 Studierenden der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) im Staatstheater Cottbus feierlich immatrikuliert. Anschließend besuchten Wegbereiter der Universität den Campus. Ministerpräsident Dietmar Woidke schloss sich spontan an. Gemeinsam mit Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle, Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorsitzender der Expertenkommission, der Wissenschaftsvorständin der MUL – CT, Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, dem Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel und Mitgliedern des Wissenschaftsausschusses des Brandenburger Landtags besichtigten die Gäste die neuen Räumlichkeiten. Stefan Korb, Abteilungsleiter Neuprojekte, erläuterte die entstandenen Seminarräume und gab Einblicke in den weiteren Campusaufbau. Wo früher die Notaufnahme untergebracht war, lernen heute die angehenden Medizinerinnen und Mediziner. Der Besuch erinnerte zugleich an die lange gemeinsame Vorbereitung: Bereits 2019 wurden die Pläne für eine medizinische Hochschulausbildung in Cottbus vorangetrieben. Die Expertenkommission unter Leitung von Karl Max Einhäupl legte 2021 die wissenschaftlichen Grundlagen mit den Schwerpunkten Gesundheitssystemforschung und Digitalisierung des Gesundheitswesens. Aus der ursprünglichen Idee einer medizinischen Fakultät an der BTU entwickelte sich das Konzept einer eigenständigen Medizinischen Universität. Nach intensiver Aufbauarbeit, dem positiven Votum des Wissenschaftsrates und der gesetzlichen Grundlage durch den Brandenburger Landtag wurde die MUL – CT am 1. Juli 2024 gegründet. Mit dem ersten Studienjahrgang wird die Vision nun zum gelebten Universitätsalltag. Bei einer spontanen Ansprache betonte Ministerpräsident Woidke, wie wichtig es sei, das Tempo beim Aufbau der Universität und insbesondere bei den Campusinvestitionen beizubehalten. Zugleich würdigte er die Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten. Die positive Energie, die bereits bei der Immatrikulationsfeier spürbar gewesen sei, habe sich auch in den neuen Seminarräumen gezeigt. Hierfür wurden neben Haus 0 auch Haus 51 – ehemaliges Hygieneinstitut – mit neuen Laborräumen ausgestattet. Und auch eine kleine Premiere durfte nicht fehlen: Prof. Einhäupl zog den ersten Kaffee aus dem neuen Klix-Automaten, der künftig den Studierenden in der einen oder anderen Lernpause zur Verfügung stehen wird. Vom wissenschaftlichen Konzept bis zum ersten Kaffee auf dem Campus – ein Kreis schließt sich, und ein neues Kapitel beginnt.
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Ein historischer Moment für die MUL – CT
Eventfilm zur Immatrikulationsfeier
Mit der feierlichen Immatrikulation der ersten 38 Medizinstudierenden am 11. Oktober 2026 im Staatstheater Cottbus hat die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) Geschichte geschrieben. Ein eigens produzierter Eventfilm lässt diesen besonderen Tag nun noch einmal Revue passieren. Er fängt die Atmosphäre der Feier ein und vermittelt persönliche Eindrücke von diesem Meilenstein für die Universität und die medizinische Ausbildung in Brandenburg. Hier geht es zum Film: KLICKEN Im Film kommen der Vorstandsvorsitzende der MUL – CT, Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, die Gründungsvorständin Wissenschaft, Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle, Dr. Johannes Wagner, Staatssekretär im Gesundheitsministerium, sowie einer der ersten Studierenden zu Wort. In ihren Statements teilen sie ihre Perspektiven auf den historischen Festakt und die Bedeutung des neuen Studienangebots. Mit den ersten Studierenden beginnt an der MUL – CT ein neues Kapitel der medizinischen Ausbildung in Brandenburg. Zugleich ist der Studienstart ein wichtiger Schritt beim Aufbau einer zukunftsorientierten Gesundheitsversorgung und bei der Entwicklung der Lausitz zur Modellregion Gesundheit.  .
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Hier geht was im Land! Die ersten Studis sind nun da!
Die ersten Studis sind nun da! Das war die festliche Immatrikulationsfeier im vollen Staatstheater
Der Ministerpräsident Brandenburgs, Dr. Dietmar Woidke, die Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle und in Vertretung für den erkrankten Gesundheitsminister Wilke der Staatssekretär Wagner gaben sich die Ehre. Der Lausitzbeauftragte des Ministerpräsidenten Dr. Klaus Freytag und die erste Bürgermeisterin Doreen Mohaupt selbstverständlich auch. Es kamen so viele weitere Menschen aus Politik, Wissenschaft, aus der Selbstverwaltung, Institutionen … und natürlich unsere neuen Studis mit ihren Eltern, Großeltern, Geschwistern oder Freunden. Die 38 „Erstis“ erlebten ein zweistündiges Willkommen der Extraklasse. An dem Morgen wurde Geschichte geschrieben – es war das Ereignis, auf das viele Menschen an der MUL – CT lange hingearbeitet haben. Nur zwei Jahre nach der Gründung der Universität beginnt damit der Modellstudiengang Humanmedizin – und aus intensiven Vorbereitungen wird gelebtes Studium. Ein Festakt mit starken Botschaften Durch das Programm führte Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Gründungsvorständin Wissenschaft und verantwortlich für den Aufbau von Forschung und Lehre. Den Auftakt machte unser Gastgeber, Intendant des Staatstheaters Cottbus, Schneider, gefolgt von der Weltpremiere des neuen Imagefilms der MUL – CT. Eine spannende, mal ganz andere Perspektive, denn die Zuschauer werden mitgenommen und schauen aus der Zukunft auf diesen besonderen Moment der Immatrikulation zurück: auf einen Klinikalltag im Aufbruch. Er vermittelt, was passierte, als Menschen mit einer gemeinsamen Vision loslegten, was sich in der Klinik tat und was die Vorbereitungen für den Start des Medizinstudiums bedeuteten. Eine Geschichte, über unser Heute – es ist das, was wir gerade gemeinsam erleben. Bewegte und bewegende Bilder mit Nebenwirkungen: Gänsehaut, Ergriffenheit, Stolz und Begeisterung! Wer sich den Imagefilm ansehen möchte, findet ihn hier: https://www.youtube.com/watch?v=WvmqpzpGQ78&feature=youtu.be „Mit Energie kennen wir uns hier aus“ Demütige, wertschätzende – aber auch humorvolle Worte fand anschließend der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel: „Große Veränderungen brauchen Mut, Vorstellungskraft und die Bereitschaft, gemeinsam Großes zu wagen“, leitete er seine Rede ein. Hinter diesem Meilenstein stehen intensive Vorbereitungen, wichtige Entscheidungen und das Engagement vieler Menschen. Entsprechend dankbar zeigte er sich gegenüber allen, die dieses gewaltige Projekt von Beginn an bis heute mitgestaltet haben. Für den weiteren Weg brauche es noch viel Kraft, Ausdauer und Energie, fuhr er fort – „Und wenn es einen Ort gibt, an dem man weiß, was Energie bewegen kann, dann ist das Cottbus“, scherzte er und hielt einen ihm einst geschenkten FCE-Schal in die Höhe. „Und diese Energie wollen wir nutzen!“ Es folgte ein kurzweiliges Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Forschung und Lehre. Frau Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey stellte Geschäftsbereichsleiterin Studium und Lehre Dr. Asja Maaz, Studiendekan Prof. Dr. Michael Herzog, Medizinsoziologe Prof. Dr. Beller und Assistenzärztin und junge Kollegin Viviana Gomez aus dem SPZ pointierte Fragen. Sie gaben interessante Einblicke in unterschiedliche Perspektiven auf den Studienstart und den Aufbau der neuen medizinischen Ausbildung und machten Lust auf mehr. Auch Pascal Lemmer, Medizinstudent an der Charité und Präsident der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland, machte den neuen MUL-Mitgliedern auf der Bühne bewusst, welches besondere Privileg es eigentlich ist, zu den Ersten einer neu gegründeten Universität zu gehören: „Weil ihr die Ersten seid, werdet ihr den Satz ‚Das haben wir hier schon immer so gemacht‘ hier nicht hören.“ Er motivierte dazu, mitzugestalten und sich der großen Chance bewusst zu werden, die hier an der MUL – CT eröffnet werden. Im Mittelpunkt: die Studierenden Drei Stimmen, drei Geschichten, ein gemeinsamer Anfang: Zwei Studenten und eine Studentin aus dem ersten Jahrgang traten mutig ans Pult und erzählten von ihrer Vorfreude und davon, warum sie sich für ein Studium an der MUL – CT entschieden haben. Die Beweggründe? So unterschiedlich wie die Menschen selbst! Eliah Nier begeisterte sich für Wissenschaft, neue Erkenntnisse und den Wunsch, anderen Menschen zu helfen. Bei Jördis Drescher schien die Berufung zur Ärztin schon früh festzustehen – schließlich wurden bereits in Kindertagen die eigenen Kuscheltiere liebevoll versorgt. Und Justus Gutsche? Der nahm es mit Humor und verriet seinen augenzwinkernden Plan B: Weil es mit der Profi-Fußballkarriere nicht geklappt hat, sollte es eben die Medizin sein. Dass dieser Weg durchaus nahelag, zeigt sein bisheriger Werdegang: Er entschied sich zunächst für eine Lehre in der Pflege noch vor Uni-Zeiten am damaligen Carl-Thiem-Klinikum. Als 2023 die Entscheidung fiel, die Medizinuni in Cottbus zu gründen, war für ihn klar, alles daranzusetzen, zu denen zu gehören, die einen der ersten Studienplätze bekommen! Ein sonniger, rührender Empfang Und dann wurde jeder der jungen Menschen, die nun zu uns gehören, auf die Bühne geholt. Der Vorhang auf der Bühne schnellte hoch und man schaute auf 38 Stühle, auf denen MUL – Rucksäcke platziert waren. Jeder Name wurde nun verlesen, einzeln kamen sie auf die Bühne, wurden mit persönlichen Worten im Wechsel von Dr. Asja Maaz und Dr. Jana Kube begrüßt. Jeder bekam eine Sonnenblume überreicht –ein strahlendgelber Gruß, der zur Stimmung und Laune passte. Und langsam baute sich das imposante Bild auf, bis alle 38 Studis sich dem Publikum als der erste Jahrgang Studierender präsentierten und mit den Sonnenblumen um die Wette strahlten. Auch das Staatstheater Cottbus sorgte für die passende musikalische Begleitung. Doch wer ein Streichquartett erwartet hatte, wurde ein weiteres Mal überrascht: Statt sanfter Streicherklänge setzte eine Schlagzeuggruppe den passenden Rhythmus zu diesem besonderen Anlass. Kaum da, schon in der Zeitung! Nicht nur wir fieberten den ersten Begegnungen und Gesprächen mit unsren jungen angehenden Ärzten entgegen – auch die Presse meldete schon im Vorfeld an, mit den Studierenden sprechen zu wollen. Ob RBB, Niederlausitz Aktuell oder die Lausitzer Rundschau – alle waren auf der Suche nach persönlichen Eindrücken und den ersten Stimmen aus dem neuen Studiengang und der Student, der aus Cottbus kommt war genauso gefragt, wie andere aus dem Saarland, aus Sachsen, NRW oder dem Thüringen. Chapeau, wie gelassen sich alle dem Ansturm stellten. Unsere 38 ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten blicken diesem Abenteuer voller Energie, Vorfreude und Tatendrang entgegen! Wir heißen sie willkommen und freuen uns auf die gemeinsamen Jahre und sind gespannt, was sie uns abringen werden. Zwei Jahre nach der Gründung beginnt für uns alle nun ein neues Kapitel. Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey formulierte prägnant: „Aus einer Vision wird Wirklichkeit“ und Herr Nagel fasste zusammen: „Hier geht was im Land!“.
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Unser neuer Imagefilm zum Studienstart ist online
Der Moment, bevor Zukunft beginnt. 💚
Es ist geschafft! Die ersten Medizinstudierenden starten an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT). Ein neuer Abschnitt für die Universität, für die Lausitz und für die medizinische Versorgung von morgen. Unser Film blickt auf diesen besonderen Moment – auf einen Klinikalltag im Aufbruch, auf Menschen mit einer gemeinsamen Vision und auf die Vorbereitungen für den Start des Medizinstudiums. Erzählt aus der Zukunft, erinnert er an den Anfang einer Geschichte, die gerade erst beginnt. Hier geht es zum Film: KLICKEN  .
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Erste Medizinstudierende an der MUL – CT immatrikuliert
Historischer Studienstart: 38 junge Menschen wurden heute im Staatstheater Cottbus als erste Studierende der neuen Universitätsmedizin feierlich immatrikuliert.
Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke begrüßte die 38 Studierenden sehr herzlich und betonte: „Sie erleben heute einen echten historischen Moment! Sie sind unser allererster Jahrgang von künftigen Medizinerinnen und Medizinern ‚Made in Cottbus‘! Darauf dürfen Sie stolz sein, und darauf sind wir als Land stolz. Die Lausitz erlebt einen atemberaubenden Wandel: von der Kohle zur modernen Energie- und Innovationsregion. Unser größtes Strukturwandelprojekt ist die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem. In ‚Lausitz-Geschwindigkeit‘ und dennoch mit Sorgfalt und unverwechselbarem Profil aufgebaut. Mit der Gesundheitssystemforschung und der Digitalisierung des Gesundheitswesens setzt die MUL – CT bundesweit einzigartige Schwerpunkte. Ich bin sicher, Sie werden hier bestens ausgebildet – Brandenburg und insbesondere die Lausitz brauchen Sie!“ Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle: „Carl Thiem – übrigens gestern vor 176 Jahren geboren – hat sich um Menschen gekümmert, die in der Medizin damals keiner im Blick hatte: um Arbeiter, die in den Fabriken und Gruben dieser Region verunglückten. Vorher waren das Unglücksfälle. Der Chirurg Carl Thiem hat daraus ein Fachgebiet gemacht und das System mitgebaut, das für die Behandlung zahlt. Eine Region im industriellen Umbruch und ein Arzt, der eine Medizin erfindet, die es vorher nicht gab – das war vor rund 130 Jahren, wenige Kilometer von hier. Jetzt ist diese Region wieder im Umbruch. Und wieder brauchen wir ein neues System für die Menschen: für ältere, mit langen Wegen, in dünn besiedelten Landkreisen. Diesmal sind es diese 38 Studierenden, die eine Medizin dafür mitentwickeln werden.
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